Unternehmensführungslexikon
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System
Organisation » System:
Der Begriff entstammt ursprünglich aus einem Teilgebiet der Kybernetik -
der Systemtheorie - und wurde in den
sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts auf sozialwissenschaftliche
Problemstellungen und Gebilde übertragen. Besonders in der
Organisationstheorie innerhalb der Betriebswirtschaftslehre hat das
Verständnis von Betrieben als sozio-technischen Systemen in Anlehnung an
die Systemtheorie zur
Weiterentwicklung der Erkenntnisse der Unternehmensführung einen
wesentlichen Beitrag geleistet.
Allgemein kann unter einem System
ein in sich gegliedertes, geordnetes Ganzes verstanden werden. Es
verkörpert die Gesamtheit von Elementen, die durch ihre Beziehungen
zueinander ein geordnetes Ganzes ergeben. In diesem Sinne gibt es
verschiedene Betrachtungsebenen, um den Betrieb als ein spezielles System
mit seinen Elementen zu beschreiben. Es können die
technisch-technologische Seite, die finanziell-wirtschaftliche und die
soziale Seite eines Betriebes betrachtet werden, die jeweils ihre
speziellen Elemente von der technischen Ausstattung mit Maschinen, über
finanzielle Gegebenheiten bis hin zur Belegschaft umfassen.
In
der modernen Betriebswirtschaftslehre hat sich die Meinung von Betrieben
als offenen und anpassungsfähigen Systemen etabliert. Über seine
Mitarbeiter lernt das Unternehmen auf Veränderungen in der
Unternehmensumwelt (Märkte, Kunden etc.) und im Inneren (z.B. Störfälle im
Produktionsablauf) zu reagieren und passt sich, indem es sich als System
selbst durch die Lernprozesse verändert, an. Wie das organisationale
Lernen genau vor sich geht, dazu gehen die Meinungen in der Forschung noch
weit auseinander.

